Aus dem Komodo Nationalpark
Der Nationalpark Komodo (indonesisch: Taman Nasional Komodo) befindet sich in Indonesien im Bereich der Kleinen Sunda Inseln zwischen Sumbawa und Flores. Er umfasst die drei größeren Inseln Komodo, Rinca und Padar, sowie zahlreiche kleinere, mit einer Landfläche von insgesamt 603 km², bei einer Gesamtfläche des Nationalparks von 1817 km². Die Inseln des Komodo Nationalparks sind durch eine offene Steppenlandschaft mit australider Vegetation gezeichnet und unterscheiden sich dramatisch von den nur einige hundert Kilometern entfernten tropischen Inseln Bali und Java. Der Komodo Nationalpark ist auch berühmt als die Landschaft mit den meisten giftigen Tieren pro Quadrat-Kilometer. Der Park gehört zur Liste des Welterbes der Unesco.
Die gezeigten Bilder sind im Jahr 2009 auf der Insel Rinca aufgenommen worden. Ein besonders prominenter Bewohner der Inseln ist der Komodowaran, der nur auf diesen Inseln vorkommt.
Der Komodowaran kann bis zu drei Meter lang werden. Die meisten in freier Wildbahn lebenden Exemplare sind jedoch wesentlich kleiner. Er kann eine Geschwindigkeit von bis zu rund 30 km/h erreichen. Die Lebenserwartung wird auf 30 bis 50 Jahre geschätzt. Komodowarane sind überwiegend tagaktiv. Er lebt in den Wäldern und Buschländern der Inseln des Komodo Nationalparks (Komodo und Rinca) und ernährt sich dort unter anderem von Aas. Allerdings ist ein großer Teil dieser Tiere zuvor an den Folgen von Komodowaranbissen zu Grunde gegangen. Komodowarane schlagen darüber hinaus relativ häufig lebende Beute, angefangen von kleinen Reptilien, Vögeln und Säugern, bis hin zu großen Säugern wie Hirschen, Wildschweinen oder Pferden, die das Gewicht der Warane um ein Vielfaches übersteigen. Selbst vor einem Büffel schreckt er zuweilen nicht zurück. Dabei kommt ihm die überaus hohe Giftigkeit seines Speichels zugute. Die Anzahl der Tiere wird (2009) auf etwa 5.000 Stück geschätzt.
