Fiji
Im November 2025
Der Archipel Fidschi umfasst über 330 Inseln, von denen rund 110 bewohnt sind. Die beiden Hauptinseln Viti Levu und Vanua Levu, die überwiegend vulkanischen Ursprungs sind, machen fast 90 % der Landesfläche aus. Auf Viti Levu lebt der Großteil der knapp eine Million Einwohner des Landes. Fidschi ist seit 1970 unabhängig vom Vereinigten Königreich und heute eine parlamentarische Republik. Zerklüftete Gebirge, dichte Regenwälder und ausgedehnte Korallenriffe machen Fidschi zu einem der beliebtesten Reiseziele im Südpazifik. Die meisten Touristen kommen aus dem nahen Australien.
Insel Viti Levu
Viti Levu ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Fiji-Archipels und bildet das wirtschaftliche und politische Zentrum des Inselstaates. Geprägt von jungen Vulkanlandschaften, fruchtbaren Küstenebenen und einem ausgeprägten tropischen Klima, beherbergt die Insel sowohl die Hauptstadt Suva als auch wichtige landwirtschaftliche und industrielle Regionen. Der mit weitem Abstand wichtigste Flughafen für den internationalen Verkehr der Fidschi-Inseln ist der Flughafen von Nadi, der auch das Drehkreuz für die nationalen Flüge ist.
Wir übernachteten im Yatule Resort & Spa, einem Resort, das etwa eine Stunde mit dem Auto vom Flughafen von Nadi entfernt liegt. Die Bungalows sind modern und schick eingerichtet. Das Meer ist in etwa 100 Metern Entfernung zu sehen. Eine lokale Tanzgruppe zeigt einmal in der Woche nach Einbruch der Dämmerung schwungvolle Tänze und Akrobatik mit Fackeln. Am Tag nach unserer Ankunft wurde uns der über Pacific Travel House gebuchte Mietwagen von Avis zu unserer Unterkunft gebracht. Auf Fidschi herrscht Linksverkehr. Der Verkehr ist, mit Ausnahme des Stadtgebiets von Nadi, sehr ruhig, sodass es sich angenehm fahren ließ. Außerhalb geschlossener Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Es gibt eine gut ausgebaute Ringstraße, die um die Insel herumführt; ansonsten sind die Straßen befestigte Schotterpisten. Mit dem Mietwagen besuchten wir den Singatoka Dunes Nationalpark, den Sleeping Giant Orchideen-Park sowie die Städte Nadi und Singatoka.
Auf Fidschi werden traditionelle Tänze heute oft als lebendige Kulturvorführungen für Besucher präsentiert – farbenfroh, rhythmisch und zugleich respektvoll gegenüber ihren Wurzeln. Die Shows kombinieren traditionelle Meke-Choreografien mit Feuer- oder Poi-Tänzen, die besonders in touristischen Abendprogrammen beliebt sind. Trotz dieser Anpassungen bleibt der Kern erhalten – Besucher sollen einen authentischen Einblick in Fidschis kulturelle Identität erhalten, eingebettet in eine festliche, einladende Atmosphäre.
Tänzer tragen dabei häufig Salusalu-Blumengirlanden und traditionelle Kostüme, wobei Männer kraftvolle Kriegs- oder Speertänze zeigen.
Insel Taveuni
Taveuni ist die drittgrößte Insel Fidschis. Wegen ihrer üppigen Vegetation wird sie oft als „Garteninsel“ bezeichnet. Sie ist etwa 42 Kilometer lang und rund 15 Kilometer breit. Ein Großteil der Insel besteht aus dichtem Regenwald, durchzogen von Wasserfällen und Naturpools. Die genaue Anzahl der Einwohner ist nicht bekannt, jedoch schätzt man, dass zwischen 14.000 und 20.000 Menschen auf der Insel leben. Man erreicht die Insel am bequemsten mit einem Flug der Fiji Airways, der mit einer Twin Otter durchgeführt wird.
Wir erreichten die Insel mit einem Flug der Fiji Airways, der mit einer Twin Otter durchgeführt wird. Der Taveuni Airport, auch Matei Airport genannt, ist ein kleiner Flughafen. Es gibt zwei Gebäude, und der Bereich unter dem Vordach, das beide Gebäude verbindet, dient als Warte und Abfertigungsbereich. Wenn eine Insel von Regenwald bedeckt ist, muss es dort auch häufiger regnen. Und dem ist auch so. Die Temperatur schwankte zwischen 25 °C und 30 °C. Zwar schien während unseres Aufenthalts am Morgen die Sonne, doch im Laufe des Vormittags bewölkte es sich. Gegen Mittag regelmäßig zogen Gewitter auf. Die meisten dieser Gewitter waren kurz und nicht sehr intensiv. Nur einmal erlebten wir einen sehr heftigen Gewittersturm mit starkem Regen. Doch auch dieser Sturm war nach zwei Stunden vorüber und wir wurden mit einem äußerst prachtvollen Sonnenuntergang belohnt. Wir besuchten Taveuni im November 2025, in diesem Monat beginnt auf Fiji die Regenzeit.
Eine Besonderheit: durch Taveuni führt der 180° Meridian - die geographische Datumsgrenze.
Insel Kuata, Yasawas-Inseln
Die Yasawa-Inseln bestehen aus rund 20 vulkanischen Inseln. Die Inselkette erstreckt sich über mehr als 80 Kilometer in nordöstlicher Richtung. Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 135 km². Die Landschaft ist bergig mit Gipfeln zwischen 250 und 600 Metern Höhe. Lange Zeit waren die Inseln für den landbasierten Tourismus gesperrt, erst seit 1987 gibt es dort Resorts. Die Inseln sind dünn besiedelt und bieten ein ruhiges, traditionelles Fidschi-Erlebnis. Sie sind mit dem Katamaran „Yasawa Flyer” ab Port Denarau erreichbar.
Der Yasawa Flyer legt morgens in Port Denaru ab, fährt die Inselkette der Yasawas hinauf bis zur am weitesten entfernten Insel, wendet dort und fährt zurück nach Port Denaru. Unterwegs stoppt das Boot vor Inseln und Resorts. Die Gäste, die in die jeweiligen Resorts wollen, werden von kleinen Booten abgeholt und auch wieder zum Einschiffen auf den „Yasawa Flyer” zurückgebracht. Das Aus- und Einschiffen ist gut geübt und dauert jeweils nur wenige Minuten.
Die Insel Kuata ist bekannt für ihre markanten vulkanischen Felsformationen, weißen Strände und das klare, türkisfarbene Wasser. Steile Klippen treffen auf ruhige Buchten und Korallengärten liegen direkt vor der Küste. Von den Aussichtspunkten aus eröffnen sich zudem weite Panoramen. Kuata ist besonders für Schnorchel- und Tauchgänge mit Riffhaien berühmt, die von hier aus besonders leicht zugänglich sind. Auf der Insel selbst liegt nur das Barefoot Kuata Resort; ansonsten gibt es hier keine permanente Ansiedlung. Selbst das Personal wohnt entweder im Resort oder auf der gegenüberliegenden Insel.
